Ob nach Aurich oder Florenz  – so oder so gilt es eine Menge zu beachten und zu planen, wenn der Hund im Auto mit auf die Reise geht.

 

Mit dem Auto unterwegs

Das ist die wohl unkomplizierteste Art für den Urlaub mit Hund; das Auto bietet ausreichend Platz für das gewohnte Futter und reichlich Wasservorräte für den überraschenden Stau.
Pausen & Gassirunden können Sie so einplanen, wie es nötig ist.

Was aber, wenn Ihr Hund auf langen Autofahrten auffällig nervös & ängstlich wirkt, stark hechelt, speichelt oder sogar erbricht?

Reisekrankheit bei Hunden

Manchmal sind es schlechte Erfahrungen mit dem Auto, manchmal ist es aber auch eine besondere Empfindlichkeit des Gleichgewichtsinns, der natürlich durch das Fahrverhalten des Autos, durch kurvenreiche Strecken, durch das Stopp and Go im Straßenverkehr besonders beansprucht wird.

Die Folge: die ungewohnten Bewegungen lösen Schwindel und Übelkeit aus. Hinzu kommt die für Hunde wohl eher irritierende Erfahrung, dass die Landschaft sich bewegt, der eigene Körper aber nicht. Wenn sich zu besagter Grundübelkeit dann auch noch solche beängstigenden Wahrnehmungen gesellen, kommt es manchmal sogar zu regelrechten Panikattacken.

Doch selbst  wenn diese ausbleiben ist es schon unangenehm genug, einen gestresst hechelnden Vierbeiner im Auto zu haben, der sich schlimmstenfalls auch noch mehrfach übergibt.

Was Sie vor dem Reiseantritt tun können

Erste goldene Regel: Sorgen Sie dafür, dass der Hund mit leerem Magen an Bord geht. Die letzte Mahlzeit sollte 12 Stunden zurückliegen.

Manchmal hilft es auch, dem Hund den schwindelerregenden Blick nach draußen auf die vorbeifliegende Landschaft zu versperren, in dem man die Transportbox entsprechend aufstellt, bzw. verhängt. Damit sollten die besonders sensiblen Gemüter allerdings bereits Zuhause positive Erfahrungen gemacht haben.

Sollte ihr Vierbeiner jedoch trotz aller Maßnahmen dazu neigen, schnell reisekrank zu werden, so besteht die Möglichkeit ihm vorab Medikamente gegen Übelkeit zu verabreichen, um die Nebenwirkungen der Autofahrt zu reduzieren.

Idealerweise haben Sie Ihren Hund von klein auf an kurze Autofahrten gewöhnt und sein Wohlverhalten nach der Fahrt stets mit ein paar Leckerli belohnt, auf dass ihn nicht bereits der Anblick des Autos in Panik versetzt. Falls nicht, so kann man durchaus auch noch dem älteren Hund mit viel Geduld die Furcht nehmen, in dem man ihn Schritt für Schritt zunächst an das stehende Auto und schließlich an kurze Fahrten gewöhnt.   

Hunde-Stress im Auto auf Reisen minimieren

So oder so empfiehlt es sich, dem Hund unterwegs häufiger kleine Pausen zu gönnen. Wissen Sie jedoch bereits vor Reiseantritt, dass die Fahrt in den Urlaub allzu belastend für Hund und Mitreisende wird, fragen Sie beim Tierarzt nach speziellen Medikamenten für die Hundereiseapotheke. In der Tierklinik in Oberhaching werden wir Sie sehr genau nach den Symptomen befragen, um das passende Präparat und die richtige Dosierung festzulegen. Zu bedenken ist, dass diese beruhigenden Medikamente auch die Reaktionsfähigkeit Ihres Hundes einschränken können, weswegen Sie bis zum Nachlassen der Wirkung besonders gut auf ihn achtgeben sollten.

Aber auch beim reisefreudigsten Hund kann es vorkommen, dass er plötzlich auf kurvigen Bergstrecken unruhig wird, stark hechelt oder zu gähnen beginnt. Wie bei uns Menschen, kann es auch bei ihm am Ohrendruck liegen –  gut, wenn Sie dann einen Kauknochen parat haben. Kauen und Schlucken mindern den Druck und lenken ab. 

Besondere Vorsicht bei Reisen in den Süden

Babesiose, auch „Hundemalaria“ genannt,  Ehrlichiose sowie die seltenere Hepatozoonose sind nur einige der Krankheiten, die insbesondere in den südlichen Ländern Europas durch Zecken übertragen werden. Hier empfiehlt es sich, den Vierbeiner durch eine vorherige Ektoparasiten-Prophylaxe vor der Übertragung dieser Erkrankungen zu schützen.

Zu den gefürchteten Infektionen gehört auch die Herzwurm-Erkrankung und die Leishmaniose. 

Wie der Name schon sagt, wird die Herzwurm-Erkrankung durch einen fadenartigen Wurm übertragen, dessen Larven sich im Hund entwickeln und nach etwa 120 Tagen das Herz erreichen können. Die Krankheit äußert sich mit einem deutlichen Leistungsabfall, Husten und schweres Atmen, was die Diagnose nicht einfach macht. Mit geeigneten Medikamenten ist jedoch eine relativ einfache und sichere Prophylaxe möglich. Fragen Sie bitte bei Ihrem Tierarzt danach.

Gleiches gilt auch für die Leishmaniose, eine nur schwer heilbare Krankheit mit teilweise schwerwiegenden Symptomen, die durch Schmetterlingsmücken übertragen wird. Auch hier empfehlen wir die Gabe vorbeugender Medikamente vor Reiseantritt.

Vor Reiseantritt ist auch ein Blick in den EU-Heimtierpass erforderlich;  auf dass  alle gesetzlich vorgeschriebenen Impfungen  vorgenommen und eingetragen sind. Vor allem die Tollwut-Impfung ist ein absolutes Muss bei Reisen mit dem Hund. Daneben hat jedoch fast  jedes Land eigene Vorschriften, die sich je nach Seuchengeschehen durchaus auch ändern können. Ihr Tierarzt, aber auch wir hier in der Tierklinik informieren Sie gerne.

 

Tierärztliche Klinik Oberhaching Tierärzte Partnerschaftsgesellschaft

Bajuwarenring 10, 82041 Oberhaching

Tel: 089/63893020   Email: info@tierklinik-oberhaching.de

Ganz egal ob es um Vorsorge, allgemeine Beratungsfragen – auch zu alternativen Heilmethoden – oder ernsthafte Erkrankungen geht: die Tierklinik Oberhaching ist in jedem Falle die richtige Adresse. Wir kümmern uns um die optimale tiermedizinische Versorgung Ihres Haustieres – seit mehr als 20 Jahren.

Menschlich – professionell – wertschätzend.