Nebennierentumor

Nebennierentumor 2018-03-14T08:49:54+00:00

Nebennierentumor

Die Nebennieren liegen, wie der Name sagt, nahe der Nieren, haben aber funktionell nichts mit den Nieren zu tun. Die Nebennieren bestehen aus Nebennierenmark und Nebennierenrinde.

Die Nebennierenrinde produziert Mineralokortikoide (Aldosteron), Glukokortikoide (Kortisol und  Kortison) und Sexualhormone. Aldosteron reguliert den Wasserhaushalt an der Niere. Kortisol und Kortison sind wichtig beim Kohlenhydrat-, Fett-, und Eiweißstoffwechsel, wirken entzündungshemmend und unterdrücken das Immunsystem.

Das Nebennierenmark produziert Adrenalin und Noradrenalin, die Katecholamine. Diese Hormone werden kontinuierlich in kleinen Mengen in das Blut abgegeben. Bei Stress erfolgt jedoch eine verstärkte Ausschüttung und es kommt zur Erhöhung der Herzfrequenz, des Blutdruckes und zur besseren Durchblutung der Muskulatur.  

Wenn die Nebennieren tumorös entarten, richten sich die Symptome danach, welcher Teil (Mark oder Rinde) entartet. In beiden Fällen produziert der entartete Teil zu viel der entsprechenden Hormone.

Meist entartet nur eine der beiden Nebennieren. Liegt ein Nebennierenrindentumor vor, entstehen die typischen Symptome eines Hyperadrenokortizismus (Morbus Cushing).

Symptome:
Liegt ein Tumor des Nebennierenmarks vor, zeigen die Tiere häufig generalisierte Schwäche, Hecheln, Herzrasen und Bluthochdruck.

Diagnose:
Die Diagnose eines Nebennierentumors wird durch eine Ultraschalluntersuchung gestellt.

Behandlung:
Die Therapie besteht darin, die tumorös entartete Nebenniere operativ zu entfernen. Zur genauen OP-Planung ist zuvor ein CT nötig. Dies gibt Informationen über das genaue Ausmaß des Tumors, ob sich schon Metastasen gebildet haben und ob der Tumor bereits in die naheliegenden Gefäße (hintere Hohlvene = Vena cava caudalis) eingebrochen ist. Diese Punkte beeinflussen die Prognose.

Nach der OP ist eine intensive Überwachung des Patienten nötig, da es zu Kreislaufproblemen und Elektrolytverschiebungen kommen kann.

Ist der Tumor komplett chirurgisch zu entfernen, nicht in die Gefäße eingebrochen und es liegen keine Metastasen vor, ist die Prognose vorsichtig bis gut.