Komplikationen beim Zahnwechsel

Der Zahnwechsel findet je nach Rasse zwischen dem 3. und dem 7. Lebensmonat statt. Der Durchbruch der bleibenden Eckzähne zwischen dem 5. bis 6. Monat stellt einen wichtigen Zeitpunkt dar, an dem bei Rassen mit gehäuften Zahnfehlstellungen, bzw. schon vorhandener Fehlstellung der Milchzähne, unbedingt eine zahntierärztliche Untersuchung stattfinden sollte. Je früher Fehlstellungen behandelt werden, desto rascher und unkomplizierter stellt sich die kieferorthopädische Korrektur dar.

Persistierende Milchzähne
Ein Milchzahn gilt als persistierend, sobald der nachfolgende bleibende Zahn durchbricht, ohne dass der Milchzahn ausfällt. Der bleibende Zahn kann dadurch nicht in seine richtige Position wachsen – es entstehen Zahnfehlstellungen, die die korrekte Verzahnung von Ober- und Unterkiefer behindern können. Außerdem resultieren Schmutznischen durch den engen Zahnkontakt, die zu einer raschen Schädigung des Zahnhalteapparates führen können.

Caninusfehlstand
Ein Fehlstand der Eckzähne des Unterkiefers stellt eine der gravierendsten und häufigsten Fehlstellungen im Hundegebiss dar. Die Eckzähne stehen entweder nur zu steil, oder auch zu weit hinten, sodaß die korrekte Verzahnung zwischen Ober- und Unterkiefer nicht möglich ist. Durch den Fehlstand kommt es zum schmerzhaften Einbiss in den Gaumen – dieser wird bei jedem Schließen der Maulhöhle traumatisiert. In extremen Fällen kann es sogar zu einem Durchbruch in die Nasenhöhle kommen.

Es gibt folgende Therapieoptionen:

Aufbißschienen

Kronenverlängerungen, Brackets und Gummizüge

Dehnschrauben

Caninusexpander

Grundsätzlich gilt: Bei rechtzeitiger Intervention ist meist eine effiziente und rasche Korrektur möglich.
Solange die Implantate in der Maulhöhle liegen, ist darauf zu achten, dass die Hunde keine harten Gegenstände kauen dürfen.
Die Therapiedauer liegt in der Regel zwischen 3 und 6 Wochen.

Verlagerung des Caninus nach vorne (Lance Canine)

nach Stellungskorrektur