Ablauf der Augenuntersuchung

Augenpatienten werden in der Regel von uns nach einem weitgehend systematischen Schema umfassend untersucht, die bei der Umgebung der Augen beginnt und am Sehnervenkopf endet.

Nach Erhebung der Krankengeschichte beobachten wir den Patienten, ohne ihn dabei zu berühren. An Hand  seines Bewegungsmusters können wir schon oft eine erste Aussage über seine Sehfähigkeit machen. Außerdem achten wir auf die Größe und Position der Augäpfel, sowie die der Lidstellung.

Bei einem Verdacht, es könne ein Mangel an Tränenflüssigkeit bestehen, messen wir die Produktion der Menge an Tränenflüssigkeit mit einem Schirmer Tränentest.

In der darauf folgenden neuro-ophthalmologischen Untersuchung, überprüfen wir die  Reflexe, da manche Erkrankungen des Auges ihren Ursprung in Gehirn haben.

In  einer weiteren Untersuchung betrachten wir mit einem Handspaltenmikroskop die Augenlider und  verschaffen uns einen ersten Überblick über die Hornhaut und die Regenbogenhaut (Iris)

Anschließend tropfen wir dem Patienten ein Medikament auf die Hornhaut, um die Pupille weit zu stellen.  Nach einer Einwirkzeit von ca. 15 bis 30 Minuten können wir nun  das Auge des Patienten detailliert von vorne nach hinten mit der Spaltlampe untersuchen: die Hornhaut, die vordere Augenkammer, die Linse und den Glaskörper. Zur Untersuchung der Netzhaut und des Sehnervenkopfes verwenden wir das indirekte Kopfbandophthalmoskop.

Spaltlambenuntersuchung zur Beurteilung der vorderen Augenabschnitte und der Linse

indirekte Ophthalmoskopie zur Beurteilung der hinteren Augenabschnitte

Abhängig von den Ergebnissen dieser Untersuchung können wir bei Bedarf weitere Spezialuntersuchungen durchführen.
Hier zu zählen die Messung des Innendruckes eines Auges ( Tonometrie) die Untersuchung des Kammerwinkels (Gonioskopie) die Funktionsfähigkeit der Netzhaut (Elektroretinographie) oder die Untersuchung der Strukturen hinter dem Augapfel mit einer Computertomographie oder sogar Kernspintomographie.