A B C – der Schnee macht Magenweh

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A B C – der Schnee macht Magenweh

Von | 2017-12-12T11:26:04+00:00 12. Dezember 2017|Blog, Gesundheit, Haustiere, Hund|0 Kommentare

Schnee-Gastritis bei Hunden:

Bei Neuschnee über Wiesen wetzen und die weiße Pracht mit allen Sinnen gemeinsam genießen ist für Hund & Mensch das größte Vergnügen im Winter.
Doch Vorsicht: die meisten Hunde haben den Schnee zum Fressen gern, und hauen sich wortwörtlich den Magen voll.

Warum ist das schlimm?

Hunde reagieren ganz unterschiedlich auf die Schneeaufnahme. Einige haben selbst bei größeren Mengen Schnee keine Probleme, andere zeigen sehr schnell Symptome der sogenannten Schnee-Gastritis. Hierbei handelt es sich um eine akute Magenschleimhaut-Entzündung, die der aufgenommene Schnee verursachen kann. Die Kälte und besonders verunreinigter Schnee reizen die Schleimhäute des Hundes und rufen eventuell einige der typischen Symptome einer Schnee-Gastritis hervor.

Die Typischen Symptome einer Schnee – Gastritis sind:

  • Gurgeln im Magen/Darm
  • Bauchschmerzen (angespannte Bauchdecke, aufgekrümmter Rücken)
  • Durchfall (in schweren Fällen blutiger Durchfall)
  • Speicheln
  • Würgen
  • Erbrechen
  • Husten
  • Fieber

Gefährlicher Cocktail:  Schnee, Streusalz und Split.

Eine Schnee-Gastritis ist oft nicht allein die Folge von Schnee, sondern von den Verunreinigungen durch Streusalz, Split und Schmutz – deshalb spricht man auch manchmal von einer Schnee-Streusalz-Gastritis.
Gerade das Streusalz reizt die Magenschleimhaut des Tieres und kann in einigen Fällen zusätzlich Frostschutzmittel enthalten. Frostschutzmittel sind nicht nur giftig für die Hunde, sondern regen durch den besonderen Geruch und Geschmack dazu an, noch mehr Schnee zu fressen.

Wie kann ich Schneefressen bei meinem Hund verhindern?

Oft wissen Herrchen und Frauchen schon, wie ihr Hund auf Schneegenuss reagiert. Die Aufnahme von geringen Schneemengen ist kein Problem – sofern der Schnee nicht verunreinigt ist. Im Magen angekommen, hat der geschmolzene Schnee meist schon Körpertemperatur.
Empfindliche Tiere sollten jedoch grundsätzlich vom Schneefressen abgehalten und erst gar nicht dazu animiert werden. Das heißt vor allem: keine Schneebälle werfen oder andere Fang- und Suchspiele im Schnee. Hierbei nehmen die Hunde immer wieder Schneebrocken auf. Wenn es nicht anders möglich ist, sollten extrem schneehungrige Tiere im Winter einen Maulkorb tragen.

Was kann ich bei Schnee-Gastritis für meinen Hund tun?

Bei einer leichten Schnee-Gastritis hilft oft die bewährte Magen-Darm-Diät über ein paar Tage mit gekochtem Reis, Hüttenkäse und etwas Hühnerfleisch. So kann sich der Magen-Darm-Trakt des Hundes wieder beruhigen. Achten Sie darauf, dass das Trinkwasser möglichst Zimmertemperatur hat und geben Sie dem Tier keine Medikamente, die Ihnen der Tierarzt nicht ausdrücklich für diesen Fall gegeben hat.
Sollten die Symptome sich nicht bessern oder sogar verschlimmern, ist ein Besuch beim Tierarzt sehr ratsam.

(Text von Valerie v. Podewils)

 

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Menschlich – professionell – wertschätzend.

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